ADORE

Digitalisierung inklusive

Accessibility in Digital Communication Higher Education Curricula

Wenngleich Digitalisierung immer rasanter und vielfältiger sämtliche unserer Lebensbereiche durchdringt und wir alle von ihr betroffen sind, gibt es doch Personengruppen, deren digitale Partizipation benachteiligt wird. Kurzum: Kategorien der Ungleichheit – wie Alter, Beeinträchtigung/Behinderung/chronische Erkrankung oder Herkunft/Sprache – determinieren auch im Digitalisierungskontext gesellschaftliche Exklusion.
Das ADORE-Projekt (Accessibility in Digital Communication Higher Education Curricula) befasst sich mit dieser Thematik.

Hauptziel ist es, universitäre Lehrende der Kommunikationswissenschaft zu sensibilisieren, sie anhand bedarfsorientierter Fortbildungsangebote zu unterstützen und dadurch mehr Barrierefreiheit in der kommunikationswissenschaftlichen Lehre zu erreichen.
Im Detail geht es darum,

  • Lehrende und Studierende sowie Internetnutzer*innen, für die diverse Online-Inhalte bzw. Darstellungsformen mitunter herausfordernd sind – aufgrund der benannten Kategorien der Ungleichheit – nach ihren konkreten Bedürfnissen, Wissenslücken etc. zu fragen;
  • darauf basierend Maßnahmen der Weiterbildung für Lehrende zu entwickeln, in Form eines Digital Accessibility Toolkit;
  • die gewonnenen Erkenntnisse in einem Digital Accessibility Policy Paper zusammenzutragen und auch entsprechende Digital Accessibility Workshops anzubieten;
  • Studienprogramme und -kurse in Europa zu identifizieren, die sich anbieten, um Digital Accessibility thematisch zu verankern, sowie ebendiese Integration aktiv zu forcieren.
     

Das ADORE-Projekt trägt dazu bei, dass Lehrende der Kommunikationswissenschaft befähigt werden, auf barrierefreie Arten zu lehren bzw. leicht zugängliche Inhalte zu erstellen und zu veröffentlichen.
Studierende der Kommunikationswissenschaft sollen so, angepasst an individuelle Bedürfnisse, bestmöglich in ihren Studien begleitet werden. Auch sollen sie selbst für die Thematik Digital Accessibility sensibilisiert werden – nicht zuletzt, um auf entsprechende, sich verändernde Anforderungen des Arbeitsmarktes (z.B. aufgrund künftiger EU-Richtlinien zu digitaler Barrierefreiheit) vorbereitet zu werden.

Im ADORE-Projekt, gefördert vom Erasmus+ Programm, kooperieren universitäre Partner*innen aus Estland (Universität Tallinn), Österreich (Paris Lodron Universität Salzburg) und Slowenien (Universität Maribor) sowie Expert*innen aus der Praxis – Schweden (Funka NU AB) und Slowenien (INUK).

Unsplash / Elizabeth Woolner